Redaktion / 23.12.20 / 12:41

BioNTech, Moderna und CureVac: Quo vadis?

Kurz vor Weihnachten müssen Aktionäre von BioNTech (WKN: A2PSR2), Moderna (WKN: A2N9D9) und CureVac (WKN: A2P71U) hohe Kursverluste verkraften. Ob es sich hier um Gewinnmitnahmen handelt, oder ob doch mehr dahinter steckt, klären wir hier.

Reihenweise positive News, darunter erste Impfstoff-Zulassungen in Europa und den USA, ließen die Aktien von BioNTech und Co. zuletzt unbeindruckt. Im Gegenteil: Von ihren Höchstständen in der ersten Dezemberhälfte korrigierten die Papiere scharf um teilweise mehr als -30%. Die Gründe sind klar.

Luft muss raus

Wir hatten einen großen "Sell on News" bereits rechtzeitig erwartet und angekündigt und dazu geraten, in eine Aktie wie Translate Bio (WKN: A2JPE8) umzuschichten, die ihre große Kursrallye gerade erst gestartet hat.

Viele unbedarfte Kleinanleger reiben sich in diesen Tagen die Augen, dass Aktien wie BioNTech derart abgestraft werden, übersehen dabei aber völlig, dass sämtliche bislang erzielten Erfolge kurstechnisch schon vor Monaten vorweggenommen wurden.

BioNTech, Moderna und CureVac weisen auch jetzt noch Marktkapitalisierungen zwischen rund 20 und 50 Milliarden US-Dollar auf. Beträge, die durch die Impfstoffverkäufe allein niemals zu rechtfertigen sind.

Bleiben wir beim Beispiel BioNTech: Experten schätzen, dass in den nächsten Jahren im Bestfall an die 30 Milliarden US-Dollar Umsatz aus den Impfsoffverkäufen erzielt werden kann. BioNTech kann hiervon die Hälfte des Umsatzes für sich beanspruchen. Zudem wird von einer Gewinnmarge nach Steuern in Höhe von 40 Prozent ausgegangen.

Damit wären für BioNTech – im positiven Fall – also circa sechs Milliarden US-Dollar Nettogewinn über die nächsten Jahre aus dem Covid-Geschäft drin. Mit anderen Worten: Zieht man diesen Betrag von der Marktkapitalisierung ab, müsste ein verbliebener Börsenwert von gegenwärtig etwa 18 Milliarden US-Dollar gerechtfertigt werden.

Tatsächlich erschent das möglich, sollte sich die Pipeline des Unternehmens – insbesondere im Bereich Onkologie – als werthaltig erweisen. Noch verschlingt die Forschung bei den Mainzern aber vor allem hohe Kosten und den Erfolg im Covid-Bereich gedanklich auf alle Assets zu übertragen, könnte sich als fataler Trugschluss erweisen.

Viele Investoren haben das erkannt und in den letzten Tagen gemäß dem Motto "Sell on News" Kasse gemacht. Neue Kurstreiber sind nun erstmal nicht mehr in Sicht. Die Aktie könnte auf Kurse zwischen 70-80 USD korrigieren.

Sowohl BioNTech als auch Moderna und CureVac notieren immer noch deutlich über den Kursen der letzten Kapitalerhöhungen und so können institutionelle Anleger weiterhin mit hohen Gewinnen an naive Kleinanleger verkaufen. Alle diese Werte bleiben auf dem aktuellen Niveau nur etwas für risikofreudige Spekulanten.

Die bessere Alternative für 2021

Wer auf ein deutlich günstigeres Chance-Risko-Profil zurückgreifen möchte, setzt jetzt auf Translate Bio (WKN: A2JPE8). NBC-Mitglieder sind hier seit Kursen unter 16 USD stark an Bord und erwarten ein Fortsetzen der Kursrallye im kommenden Jahr. Das Unternehmen besitzt die eigenen Angaben zufolge umfassendste mRNA-Plattform und hat mit Sanofi die stärkste Lizenzkooperation im Impfstoff-Sektor in der Tasche.

Reihenweise Kurskatalysatoren in den nächsten Monaten, inklusive der Entwicklung eines möglicherweise überlegenen, auf Raumtemperatur stabilen Covid-Impfstoffs, sollten die Aktie schnell über 30 und dann Richtung 50 USD treiben. Mit aktuell lediglich 1,8 Milliarden US-Dollar Börsenwert hat der Titel grundsätzlich auch das Zeug zum Tenbagger in wenigen Jahren – oder früher per Buyout.

Schwächere Handelstage sollten daher rigoros zum Aufbau von Positionen genutzt werden, bevor die Party endgültig steigt. Erfahre hier mehr über die Aktie von Translate Bio.

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