Brokervergleich
Der große sharedeals.de Brokervergleich


Unsere Wertung*
Trust Pilot
ab 0,1%
pro Order
0,00 €
pro Monat
Konditionen
Handelbare Wertpapiere
Märkte
Sicherheit
Fazit: Captrader besticht durch ein riesiges Handelsangebot, echte Optionen und Profi-Tools und ist gut geeignet für alle, die (semi-)professionell handeln.

Unsere Wertung*
Trust Pilot
ab 0,00 €
pro Order
0,00 €
pro Monat
Konditionen
Handelbare Wertpapiere
Märkte
Sicherheit
Fazit: Smartbroker+ besticht durch günstige Konditionen bei großem Produktangebot und ist gut geeignet für alle, die Neobroker-Preise, aber mehr Auswahl wollen.

Unsere Wertung*
Trust Pilot
ab 1,00 €
pro Order
0,00 €
pro Monat
Konditionen
Handelbare Wertpapiere
Märkte
Sicherheit
Fazit: Trade Republic besticht durch Tiefstpreise bei jetzt deutlich erweiterter Handelsplatzwahl und ist gut geeignet für Börsenneulinge und ETF-Sparer.
Unsere Wertung*
Trust Pilot
ab 0,00 €
pro Order
0,00-4,99 €
pro Monat
Konditionen
Handelbare Wertpapiere
Märkte
Sicherheit
Fazit: Scalable Capital besticht durch sein Flatrate-Modell und den All-in-One-Ansatz und ist gut geeignet für passive Sparer und Vieltrader.

Unsere Wertung*
Trust Pilot
ab 0,00 €
pro Order
0,00 €
pro Monat
Konditionen
Handelbare Wertpapiere
Märkte
Sicherheit
Fazit: XTB besticht durch günstigen Aktienhandel und ein starkes CFD-/Forex-Angebot und ist gut geeignet für preisbewusste Anleger und aktive Trader.
Unsere Wertung*
Trust Pilot
ab 5,90 €
pro Order
0,00 €
pro Monat
Konditionen
Handelbare Wertpapiere
Märkte
Sicherheit
Fazit: Flatex besticht durch ein breites Angebot zu pauschalen Preisen und ist gut geeignet für erfahrene Anleger mit größeren Portfolios.

Unsere Wertung*
Trust Pilot
ab 9,90 €
pro Order
0,00 €
pro Monat
Konditionen
Handelbare Wertpapiere
Märkte
Sicherheit
Fazit: Comdirect besticht durch ein Alles-aus-einer-Hand-Angebot und Top-Support und ist gut geeignet für alle, die Bank und Broker vereinen wollen.

Unsere Wertung*
Trust Pilot
ab 3,95 €
pro Order
0,00 €
pro Monat
Konditionen
Handelbare Wertpapiere
Märkte
Sicherheit
Fazit: Consorsbank besticht durch ein riesiges Produktsortiment und exzellenten Support und ist gut geeignet für alle, die eine vollwertige Direktbank suchen.
Der Broker-Markt ist in den letzten Jahren zu einem undurchsichtigen Dschungel geworden. Zahlreiche alte und neue Anbieter aus dem In- und Ausland konkurrieren um die Gunst der deutschen Anleger. Während Neobroker mit niedrigen Gebühren und intuitiven Apps locken, punkten etablierte Direktbanken mit maximaler Handelsplatzauswahl und starkem Service. Und Profi-Broker glänzen mit hochprofessionellen Tools und spezialisierten Produkten. Wir bringen mit unserem Broker Vergleich Licht in den Broker-Dschungel, damit Du den vollen Durchblick bekommst. Nach einer Kurzvorstellung der acht wichtigsten Broker auf dem deutschen Markt beleuchten wir das Angebot aller Broker in allen entscheidungsrelevanten Kriterien. Den Abschluss macht eine Zusammenfassung, welcher Broker am besten zu welchen Kunden passt.
Das Wichtigste in Kürze
Kurzvorstellung
In diesem Broker Vergleich wollen wir Dir acht der wichtigsten Online-Broker auf dem deutschen Brokerage-Markt vorstellen und sie in allen relevanten Details miteinander vergleichen. Der Vergleich der Broker beginnt mit einer Kurzvorstellung der acht Anbieter mit einem Hinweis am Ende, an welche Kundengruppe sich der jeweilige Anbieter richtet.
Captrader
Captrader ist ein renommierter, inhabergeführter deutscher Online-Broker mit Sitz in Düsseldorf, der seit über 15 Jahren auf dem deutschen Markt agiert. Das wichtigste Alleinstellungsmerkmal von Captrader ist, dass es sich um einen Introducing Broker für Interactive Brokers, den global tätigen US-Giganten im Brokerage, handelt. Das bedeutet, dass Captrader keine eigene Depotbank-Infrastruktur oder Handelsplattform besitzt, sondern Kunden Zugriff auf die extrem umfangreiche Infrastruktur von Interactive Brokers bekommen. Das Angebot von Captrader richtet sich primär an aktive Trader, Profi-Anleger und Semi-Professionelle, die vom riesengroßen Handels- und Börsenangebot sowie der hochprofessionellen Trading-Software des Brokers profitieren.
Smartbroker+
Smartbroker+ ist einer der führenden deutschen Online-Broker und zählt zur Kategorie der "Next Generation Broker“. Mit seinem Konzept versucht der Broker die extrem günstigen Konditionen von Neobrokern (wie Trade Republic oder Scalable Capital) mit dem großen Handelsangebot klassischer Online-Broker (wie Comdirect oder Consorsbank) zu verschmelzen. Betrieben wird der Broker von der börsennotierten Smartbroker Holding AG (ehemals wallstreet:online AG) mit Sitz in Berlin. Das Unternehmen ist gleichzeitig der größte Betreiber von Finanz-Communities und Börsenportalen im deutschsprachigen Raum. Die Smartbroker Holding AG ist selbst keine Bank, sondern ein Vermittler. Die Abwicklung, die Depotführung und das Verrechnungskonto werden von der Baader Bank AG übernommen. Smartbroker+ richtet sich in erster Linie an preisbewusste Privatanleger, denen das Angebot eines echten Neobrokers schlichtweg zu stark eingeschränkt ist.
Trade Republic
Trade Republic ist der mit Abstand größte und bekannteste Neobroker in Deutschland und Europa. Das 2015 gegründete Berliner Fintech-Unternehmen hat die traditionelle Bankenlandschaft revolutioniert, indem es den Wertpapierhandel extrem vereinfacht und radikal vergünstigt hat. Mit rund 10 Millionen Kunden und über 150 Milliarden € verwaltetem Vermögen ist es die größte Sparplattform Europas und gilt als das wertvollste deutsche Startup. Trade Republic startete als reiner Smartphone-Broker für Aktien und ETFs. Inzwischen hat sich das Unternehmen jedoch zu einer Art Neobank gewandelt, die neben dem Wertpapierhandel auch Sparprodukte sowie ein Girokonto und Kreditkarten anbietet. Trade Republic richtet sich vor allem an Kleinanleger, ETF-Sparer und Digital Natives, die ihr Vermögen unkompliziert und kostengünstig per Smartphone aufbauen und verwalten wollen.
Scalable Capital
Scalable Capital ist – neben Trade Republic – einer der führenden und größten Neobroker in Deutschland und Europa. Das Fintech-Unternehmen wurde 2014 in München gegründet und verwaltet mittlerweile für über eine Million Kunden ein Vermögen von mehr als 40 Milliarden €. Der Broker verfolgt einen All-in-One-Ansatz für den digitalen Vermögensaufbau. Kunden können über dieselbe Plattform wahlweise komplett eigenständig handeln oder ihr Geld über Robo-Advisors vollautomatisch verwalten lassen. Scalable Capital besitzt inzwischen eine deutsche Vollbanklizenz und betreibt seine eigene technische Depot- und Handelsinfrastruktur. Das Angebot von Scalable Capital richtet sich vor allem an passive Sparer, die ihr Vermögen einfach und ggf. vollautomatisch aufbauen wollen sowie an Heavy Trader, die vom Flatrate-Handelsmodell des Brokers profitieren.
XTB
XTB ist ein großer, internationaler Online-Broker mit polnischen Wurzeln. Das Unternehmen wurde 2002 in Warschau gegründet und hat sich seither zu einer der führenden europäischen Plattformen für Privatanleger und aktive Trader entwickelt. Mit rund 1 Million Kunden weltweit kombiniert XTB den günstigen Handel mit echten Aktien mit einem hochprofessionellen CFD- und Forex-Angebot. XTB spricht mit seinem Angebot vor allem zwei Kundengruppen an: Preisbewusste Aktien- und ETF-Anleger sowie aktive Trader im Bereich des Hebelgeschäfts mit Derivaten, Rohstoffen und Forex (Devisen).
Flatex
Flatex ist einer der bekanntesten und traditionsreichsten Online-Broker im deutschsprachigen Raum. Gegründet im Jahr 2006, gilt das Unternehmen als einer der Pioniere im Discount-Brokerage in Deutschland. Heute bildet Flatex zusammen mit dem niederländischen Broker DEGIRO die börsennotierte flatexDEGIRO SE und ist mit über 2,5 Millionen Kunden einer der größten Online-Broker ganz Europas. Als “Allround-Broker“ ist Flatex beim Handelsangebot und den Preisen in etwa zwischen Neobrokern (wie Scalable Capital und Trade Republic) und klassischen Online-Brokern/Direktbanken (wie Comdirect und Consorsbank) angesiedelt. Das Angebot von Flatex richtet sich vor allem an erfahrenere Anleger, die mittlere bis größere Portfolios mit einer Vielzahl unterschiedlicher Anlageklassen verwalten.
Comdirect
Comdirect ist eine der ältesten, bekanntesten und größten deutschen Online-Broker und Direktbanken. Gegründet wurde das Unternehmen bereits 1994 als digitale Tochtergesellschaft der Commerzbank. Nach über zwei Jahrzehnten als eigenständige, börsennotierte Aktiengesellschaft wurde Comdirect 2020 von der Commerzbank zurückerworben und seitdem als digitale Direktbank geführt. Im Gegensatz zu den anderen in diesem Broker Vergleich genannten Anbietern (mit Ausnahme der Consorsbank) deckt Comdirect das komplette Spektrum einer klassischen Bank ab. Neben dem Wertpapierhandel bietet die Direktbank auch ein Girokonto, Tages- und Festgeldkonten, Ratenkredite und Baufinanzierungen. Als „Premium-Direktbank“ richtet sich das Angebot von Comdirect an Kunden, die ein Alles-aus-einer-Hand-Angebot suchen.
Consorsbank
Wie Comdirect zählt auch die Consorsbank zu den Pionieren und größten Vertreter des Online-Brokerage in Deutschland. Gegründet 1994 als Consors durch die Schmidtbank in Nürnberg, wurde der Broker 2002 durch die französische Großbank BNP Paribas übernommen. Sie baute Consors über die Jahre von einem reinen Broker zu einer vollumfänglichen Direktbank aus. Wie Comdirect bietet auch die Consorsbank ein All-in-one-Angebot an Girokonto, Sparprodukten, Finanzierungen und Online-Wertpapierhandel. Auch die Consorsbank richtet sich als langjährig etablierte Direktbank primär an Menschen, die eine rein digitale Vermögensverwaltung suchen, dabei aber das vollständige Leistungsspektrum einer traditionellen Bank erwarten.
Die Hauptentscheidungskriterien
Das Handelsangebot
Über Smartbroker+ kannst Du nahezu jedes in Deutschland zugelassene Wertpapier handeln und bekommst damit eine Auswahl angeboten, die das Handelsangebot der meisten Neobroker um Längen schlägt.
Smartbroker+ bietet Dir Zugriff auf über 40.000 deutsche und internationale Aktiengesellschaften. Über 7.500 dieser Aktien lassen sich zudem als Sparplan bereits ab einer Sparrate von nur 1 € besparen.
Auch das Angebot an ETFs und Fonds ist extrem umfangreich. Es besteht aus über 2.500 Indexfonds und rund 18.000 aktiv gemanagten Investmentfonds. Alle ETFs und fast 1.000 Investmentsfonds sind übigens sparplanfähig.
Im Gegensatz zu vielen anderen Brokern liefert Dir Smartbroker+ auch ein sehr umfängliches Sortiment an Anleihen. Über den Broker hast Du Zugriff auf rund 40.000 verschiedene Staatsanleihen, Pfandbriefe und Unternehmensanleihen.
Hinzu kommt ein gigantisches Spektrum von rund 4,6 Millionen strukturierten Produkten (Optionsscheine, Knock-Out-Zertifikate, Faktor-Zertifikate, Bonus-Zertifikate). Außerdem besteht die Möglichkeit zum Handel gängiger Rohstoffzertifikate und der wichtigsten Kryptowährungen.
Im Gegensatz zu Captrader bietet Smartbroker+ allerdings keinen Zugang zu Terminbörsen wie der Eurex oder der CBOE. Du kannst dort also keine echten Optionen oder Futures handeln, sondern bist auf die von Banken herausgegebenen Optionsscheine und Zertifikate angewiesen. Auch CFDs oder Forex-Trading im engeren Sinne werden nicht angeboten.
Als waschechter Neobroker setzt Trade Republic konsequent auf ein übersichtliches und extrem einfach gestaltetes Angebot für Privatanleger. Bei Aktien ist das Angebot mit rund 12.000 handelbaren Titeln deutlich überschaubarer als bei anderen Brokern in diesem Vergleich. Trotzdem finden die meisten Anleger einen Großteil der von ihnen gewünschten Aktien auch bei Trade Republic. Zudem bietet der Neobroker im Gegensatz zu vielen anderen Online-Brokern die Möglichkeit, fast 3.000 Aktien über einen kostenlosen Sparplan zu besparen und auch Bruchteile von Aktien zu handeln (Fractional Shares).
Auch bei ETFs ist das Angebot von rund 2.500 Titeln nicht überragend groß, aber für die meisten Anleger absolut ausreichend. Aktiv verwaltete Investmentfonds hat Trade Republic im Unterschied zu fast allen Brokern nicht im Angebot.
Eines der innovativsten Features von Trade Republic ist der Anleihenhandel. Über 500 Staats- und Unternehmensanleihen sind bereits ab einer Mindestanlage von 1 € handelbar.
Seit Juni 2026 gibt es bei Trade Republic ein weiteres spannendes Feature. Du kannst über die Plattform des Neobrokers direkt Neuemission zeichnen. Das bedeutet, dass Du als Privatanleger ausgewählte Aktien bereits vor dem offiziellen ersten Handelstag am Sekundärmarkt zum offiziellen Zuteilungspreis der ausgebenden Banken erwerben kannst.
Bei Derivaten stehen Dir rund 400.000 strukturierte Produkte (Optionsscheine, Knock-Out-Zertifikate und Faktor-Zertifikate) zur Verfügung. Das Kryptoangebot ist mir rund 50 Kryptowährung hingegen eher überschaubar.
Und noch ein erwähnenswertes Handelsangebot gibt es bei Trade Republic: Über strategische Partnerschaften ermöglicht der Neobroker Privatanlegern den Zugang zu Private Equity, also Investments in nicht-börsennotierte Unternehmen – eine Assetklasse, die traditionell primär institutionellen Anleger zugänglich ist.
Scalable Capital als zweiter großer Neobroker bietet Anlegern eine ähnliche Bandbreite an handelbaren Wertpapieren wie Trade Republic. Bei Aktien hast Du Zugriff auf über 8.000 Titel und damit auf alle großen Aktiengesellschaften aus Deutschland, Europa und den USA. Auch bei Scalable Capital ist der Handel von Aktienbruchstücken möglich.
Fonds sind die traditionelle Kernkompetenz von Scalable Capital. Hier hast Du die Auswahl aus über 2.700 ETFs, die alle bereits ab 1 € bespart werden können.
Dank der Einbindung von Fractional Shares kannst Du teure Einzelaktien auch als Bruchstücke bereits ab 1 € erwerben. Im Gegensatz zum direkten Wettbewerber Trade Republic bietet Dir Scalable Capital mit über 3.800 Titeln auch ein sehr großes Sortiment an aktiv verwalteten Investmentfonds an.
In Anleihen kannst Du auf Scalable direkt (hochliquide Staats- und Unternehmensanleihen) oder indirekt über Anleihen-ETFs investieren. Der Neobroker stellt Dir eine umfassende Auswahl an Renten-ETFs zur Verfügung, die breite Körbe von europäischen, US-amerikanischen oder weltweiten Staats- und Firmenanleihen abbilden.
Mit über 625.000 strukturierten Produkten ist auch das Angebot an Derivaten bei Scalable Capital extrem breit und reicht von Optionsscheinen über Knock-Out-Zertifikate und Faktor-Zertifikate bis zu Discount- und Bonus-Zertifikaten. Das Angebot im Kryptosektor ist hingegen überschaubar. Über Scalable kannst Du keine physischen Kryptowährungen handeln, sondern lediglich Krypto-ETPs. Derzeit ist der Handel von rund 30 dieser Schuldverschreibungen auf Kryptowährungen möglich. Ähnlich wie Trade Republic ist Scalable Capital derzeit dabei, seinen Kunden über Kooperationen schrittweise die Möglichkeit zu bieten, in nicht börsennotierte Unternehmen (Private Equity) zu investieren.
XTB hat in den letzten Jahren eine sehr interessante Wandlung durchgemacht. Ursprünglich als reiner Spezialist für den Hebel- und Devisenhandel (CFD & Forex) bekannt, hat sich das Unternehmen zu einem vollwertigen, hybriden Broker gemausert.
Das Angebot des Online-Brokers im Bereich Aktien ist mit über 7.000 Titeln vergleichbar mit den meisten Neobrokern. Auch bei XTB ist der Handel mit Aktienbruchstücken möglich.
Auch bei ETFs ist das Handelsangebot von XTB mit über 2.000 Fonds recht umfangreich. Aktiv gemanagte Investmentfonds suchst Du bei diesem Broker vergeblich.
Die historische Kernkompetenz von XTB ist vielmehr der Handel mit CFDs (Differenzkontrakten). Der Broker bietet Dir ein riesengroßes Sortiment an CFDs auf Aktien, ETFs, Indizes, Rohstoffe und Kryptowährungen. Du kannst hier also nach Belieben mit Hebel auf steigende und fallende Kurse setzen.
Auch im Devisenhandel gilt XTB als einer der führenden Broker im europäischen Raum. Du hast direkten Zugang zum globalen Währungsmarkt und kannst rund um die Uhr dutzende Währungspaare (Majors, Minors und Exoten) handeln.
Wenn Du Dein Portfolio breiter aufstellen willst, stößt Du bei XTB jedoch an systemische Grenzen, da von diesem Broker einige traditionelle Bankprodukte nicht angeboten werden. Neben Investmentfonds kannst Du auch keine Staats- oder Unternehmensanleihen als einzelnes Wertpapier kaufen. Auch viele Derivate (wie z. B. Knock-Out-Zertifikate) werden nicht von XTB angeboten, da der Broker diese Anlageklasse komplett durch sein eigenes CFD-Sortiment ersetzt. Und nicht zuletzt bietet XTB auch keinen Zugang zu den Terminbörsen (Eurex, CBOE) für den Handel von echten Optionen.
Über den Online-Broker Flatex steht Dir im Broker Vergleich eines größten Handelsangebote zur Verfügung. Hier hast Du Zugriff auf über 15.000 internationale Aktien aus den USA, Europa und Asien, was Dir den Handel mit so gut wie allen Nebenwerten ermöglicht.
Auch das Fondsangebot von Flatex zählt im Vergleich zu anderen Brokern zu den umfassendsten auf dem deutschen Markt. Der Online-Broker bietet Dir die Qual der Wahl aus über 700 ETFs für die Einmalanlage und mehr als 1.600 Indexfonds für Sparpläne. Das Angebot an aktiv verwalteten Investmentfonds ist mit 40 Stück allerdings sehr überschaubar.
Bei Anleihen zählt Flatex hingegen zu denjenigen Anbietern mit der größten Auswahl im Broker Vergleich. Insgesamt stehen Dir rund 35.000 verschiedene Staats- und Unternehmensanleihen zur Auswahl.
Flatex kooperiert eng mit einer Reihe namhafter Emittenten von strukturierten Finanzprodukten, was in Summe zu einem gigantischen Angebot von über 2 Millionen Zertifikaten führt. Es reicht von Bonus-, Discount-, Express- oder Kapitalschutzzertifikaten über Turbo-Zertifikate und Optionsscheine bis zu Faktor-Zertifikaten. Um Deinen Kapitaleinsatz zu hebeln, steht Dir bei Flatex auch ein separater CFD-Handel auf Indizes, Rohstoffe, Währungen und Zinsen zur Verfügung.
Bei Kryptowährungen ist das Handelsangebot von Flatex allerdings ziemlich begrenzt. Nur 25 Coins stehen Dir hier zur Auswahl.
Als Tochter der Commerzbank und Urgestein unter den deutschen Brokern bietet Dir Comdirect eines der umfangreichsten Angebote an handelbaren Wertpapieren. Über den Broker kannst Du 14.000 nationale und internationale Aktien weltweit. Auch die Zeichnung von Aktien-Neuemissionen (IPOs) ist regelmäßig möglich.
Ebenso umfangreich ist das Handelsangebot von Comdirect im Bereich ETFs. Hier stehen Dir über 2.000 Indexfonds auf alle gängigen Indizes sowie ETCs auf Rohstoffe und Edelmetalle zur Auswahl, wovon mehr als 1.500 bereits ab 1 € sparplanfähig sind.
Bei Investmentfonds gehört Comdirect zweifellos zu den Marktführern in Deutschland. Das Angebot von über 30.000 Fonds von mehr als 80 Fondsgesellschaften bleibt im Broker Vergleich unerreicht.
Auch das Angebot an Zertifikaten ist mit über 1 Million extrem umfangreich. Bei Comdirect ist zudem der Handel mit CFDs auf Aktien, Indizes, Rohstoffe und Währungen sowie das Trading von Optionen und Futures über die Eurex-Börse möglich.
Nur der Handel von echten Kryptowährungen wird von Comdirect nicht angeboten. Stattdessen setzt der Broker der Commerzbank auf Krypto-Zertifikate bekannter Emittenten, über die Du Kryptos im Depot abbilden und auch besparen kannst.
Gemeinsam mit Comdirect besitzt die Consorsbank das über alle Anlageklasse hinweg gesehen größte Handelsangebot im Broker Vergleich. Mit über 40.000 Aktien bietet Dir der Online-Broker gemeinsam mit Captrader und Flatex das größte Aktienangebot aller in diesem Vergleich genannten Broker.
Bei ETFs und Investmentfonds kann die Consorsbank allerdings nicht mit ihrem Handelsangebot bei Aktien mithalten. Hier hast Du lediglich rund 500 Indexfonds und 50 aktiv gemanagte Fonds zur Auswahl.
Extrem breit ist hingegen das Angebot im Bereich der Anleihen. Hier hast Du die Qual der Wahl zwischen mehr als 25.000 Staats- und Unternehmenspapieren.
Auch bei Derivaten gehört die Consorsbank im Broker Vergleich zu den führenden Anbietern auf dem deutschen Markt. Sie bietet Dir über 1,7 Millionen Hebelprodukte und Zertifikate aller führenden Emittenten.
Darüber hinaus kommen auch Anleger, die gerne mit Optionen und Futures handeln, bei der Consorsbank voll auf ihre Kosten. Sie bietet Dir den Zugriff auf die Terminbörsen in Europa (mehr als 500 Titel) und den USA (mehr als 2.800 Titel).
Das CFD-Angebot der Consorsbank ist mir rund 1.300 Basiswerten im Vergleich zu spezialisierten CFD-Brokern eher begrenzt. Trotzdem findest Du auch hier Differenzkontrakte auf alle beliebten Aktien, Indizes, Rohstoffe und Währungen.
Bei Kryptowährungen ist das Angebot der Consorsbank hingegen sehr bescheiden. Echte Kryptowährungen kannst du nicht über den Online-Broker erwerben. Allerdings bietet die Consorsbank eine kleine Palette an Krypto-ETNs und Krypto-Zertifikaten.
Eine generalisiertes Fazit über alle Anlageklassen hinweg ist kaum möglich, da die Broker in diesem Vergleich sehr unterschiedliche Angebote in jeder Asset-Klasse besitzen. Generell lässt sich jedoch sagen, dass das Angebot von Captrader, Smartbroker+, Flatex, Comdirect und Consorsbank über fast alle Anlageklassen hinweg sehr breit ist. Bei Trade Republic, Scalable Capital und XTB ist es teilweise etwas eingeschränkter.
Die Transaktionsgebühren
Neben dem Handelsangebot sind die Transaktionsgebühren für die Mehrheit der Anleger das Hauptentscheidungskriterium bei der Auswahl eines Brokers. Das gilt vor allem für Anleger, die sehr häufig oder mit geringen Summen handeln. In beiden Fällen können die Transaktionskosten für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren auf beträchtliche Summen wachsen und die Rendite der Anlagen signifikant schmälern.
Aufgrund des Umfangs und der Komplexität des Angebots an handelbaren Wertpapieren wird in diesem Broker Vergleich ausschließlich auf die Transaktionskosten von Aktien, ETFs und Anleihen bei den einzelnen Brokern eingegangen. Ein Kostenvergleich bei Optionen und Futures sowie Derivaten und CFDs würde den Rahmen dieses Broker Vergleichs sprengen.
Bei Smartbroker+ sind die Transaktionskosten im Wesentlichen von der Wahl des Börsenplatzes abhängig. Wenn Du Dich für eine Orderabwicklung über den Premiumpartner Gettex entscheidest, kommst Du in den Genuss sehr attraktiver Konditionen.
Der Handel von Aktien, Anleihen, ETFs und Fonds ist über Gettex ab einem Ordervolumen von 500 € kostenlos. Bei einem kleineren Ordervolumen zahlst Du eine pauschale Ordergebühr von 1 €.
Falls Du Wertpapiere über die elektronischen Handelsplattformen Tradegate, L&S Exchange oder Baader Trading abwickelst, kostet Dich eine Order pauschal 4 €. Bei anderen Börsen (wie z. B. XETRA) kommen noch börsenplatzabhängige Entgelte dazu. Die Gebühren gelten auch für die Orderabwicklung über internationale Börsen.
Die Gebühren beim Kauf von Fonds sind abhängig von der gewählten Fondsgesellschaft. Bei den Premiumpartnern JPMorgan, Morgan Stanley, UBS, UniCredit und Vontobel zahlst Du bei einem Ordervolumen von über 500 € keine Gebühren. Darunter sind es 4 €. Diese Gebühr gilt auch bei einer Order über andere Emittenten.
Trade Republic zählt weiterhin zu den günstigsten Brokern im Vergleich. Für den Handel mit Aktien, ETFs und anderen Wertpapieren fällt keine Orderprovision an. Stattdessen berechnet der Neobroker für Einzelorders eine Abwicklungskostenpauschale von 1 € je Transaktion. Die Ausführung von Aktien-, ETF- und Krypto-Sparplänen ist hingegen kostenlos. Seit Juli 2026 werden Orders standardmäßig zum Bestpreis ausgeführt. Wer stattdessen einen Handelsplatz selbst auswählt, zahlt eine Abwicklungskostenpauschale von 2 € je Order. Zusätzliche Kosten wie Spreads oder produktabhängige Fremdkosten können je nach Wertpapier anfallen.
Im Unterschied zu den meisten anderen Anbietern in diesem Broker Vergleich hängen die Transaktionsgebühren bei Scalable Capital davon ab, für welches Kontomodell des Neobrokers Du Dich entscheidest. Zur Auswahl stehen dabei die beiden Varianten „FREE“ und „PRIME+“.
Beim FREE-Konto zahlst Du pro Order eine Pauschalgebühr von 0,99 €. Bei PRIME+ entfällt diese Ordergebühr komplett. Allerdings zahlst Du hier eine monatliche Flatrate in Höhe von 4,99 €. Falls Du also im Durchschnitt mindestens fünf Trades pro Monat aufgibst, fährst Du mit einem PRIME+ Konto besser.
Allerdings gilt die Gebührenfreiheit bei Prime+ nur bei einem Ordervolumen von über 250 €. Darunter fällt auch bei diesem Kontomodell eine Orderpauschale von 0,99 € an.
Kostenlos ist bei Scalable Capital übrigens auch im FREE-Modell der Kauf von ETFs der Premiumpartner Amundi, iShares, Vanguard und Xtrackers ab einem Volumen von 250 €.
XTB verfolgt bei den Transaktionskosten ein anderes Preismodell als alle anderen Broker in diesem Vergleich. Hier ist die Ordergebühr an Deinen monatlichen Gesamtumsatz gekoppelt.
Für einen Monatsumsatz von weniger als 100.000 € zahlst Du keine Ordergebühren bei Aktien und ETFs. Übersteigt Dein Handelsumsatz allerdings in einem Monat diesen Schwellenwert, zahlst Du für den übersteigenden Betrag eine Kommission in Höhe von 0,2% des Ordervolumens, mindestens jedoch 10 €.
Flatex besitzt wie Neobroker ein Pauschalpreismodell, allerdings mit dem Unterschied, dass die Transaktionsgebühren hier deutlich über denen von Scalable Capital und Trade Republic liegen. Bei Flatex bezahlst Du für eine Aktienorder eine Pauschalgebühr von 5,90 €. Bei bestimmten Börsen können noch weitere Handelsplatzentgelte hinzukommen.
Dieses Preismodell gilt auch bei ETFs und Investmentfonds. Auch hier verlangt Flatex pauschal 5,90 €. Lediglich Investitionen in ETF- oder Fondssparpläne sind beim Online-Broker kostenlos.
Comdirect ist zweifellos einer der teuersten Anbieter in diesem Broker Vergleich. Die Commerzbank-Tochter verlangt beim An- und Verkauf von Wertpapieren ein Grundentgelt von 4,90 € sowie eine Orderprovision von 0,25% des Ordervolumens. Beim Kauf von Aktien im Wert von 10.000 € entstehen Dir damit Kosten in Höhe von 24,95 €.
Die Mindestordergebühr beträgt 9,90 €. Bei 59,90 € ist die Gebühr jedoch gedeckelt.
Bei Orders an ausländischen Handelsplätzen erhöht sich das Grundentgelt auf 7,90 € und die Mindestordergebühr auf 12,90 €. Maximal kostet eine Auslandsorder über Comdirect 62,90 €.
Eine Besonderheit beim Gebührenmodell von Comdirect ist der Viel-Trader-Rabatt. Wenn Du in einem Halbjahr mehr als 125 Orders aufgibst, bekommst Du im darauffolgenden Halbjahr einen Rabatt in Höhe von 15% auf die Ordergebühren.
Die Consorsbank hat ein sehr ähnliches Gebührenmodell wie Comdirect. Auch hier zahlst Du pro Order ein Grundentgelt von 4,95 € und zusätzlich einen Provisionssatz von 0,25% des Ordervolumens. Hinzu kommen Gebühren für die Nutzung bestimmter Handelsplattformen, die meist zwischen 0,95 und 2,95 € liegen. Die Kosten für die Nutzung ausländischer Börsen sind teilweise deutlich höher und liegen zwischen 35 und 135 € je Order.
Ähnlich wie Comdirect hat die Consorsbank ein Viel-Trader-Modell, über das Du bei hoher Handelsaktivität in den Genuss von Rabatten auf die Ordergebühren kommen kannst. Wenn Du pro Jahr mehr als 25 Orders aufgibst, erhältst Du den sogenannten „Gold-Status“. Damit reduziert sich das Grundentgelt je Order auf 3,95 €.
Bei über 500 Orders pro Jahr erreichst Du den „Platin-Status“. Dieser Status senkt zusätzlich den Provisionssatz auf 0,22% des Handelsvolumens. Im Platin-Status gibt es noch diverse Untergruppen. Im 6-Sterne-Platin-Status kannst Du den Provisionssatz sogar auf 0,08% drücken. Dafür musst Du allerdings über 5.000 Orders pro Jahr abgeben.
Zwischenfazit Transaktionsgebühren
Die generell niedrigsten Ordergebühren findest Du bei Smartbroker+, Trade Republic, Scalable Capital und XTB. Für Vieltrader sind vor allem die Pauschalangebote von Scalable und XTB sehr attraktiv. Captrader und Flatex sind etwas teuer. Die höchsten Transaktionsgebühren haben die Direktbanken Comdirect und Consorsbank.
Die Handelsplätze
Für viele Anleger spielt das Spektrum der von einem Broker angebotenen Handelsplätze gegenüber dem Handelsangebot und den Transaktionsgebühren nur eine untergeordnete Rolle. Das sollte es aber nicht, denn die Liste der angebotenen Handelsplätze kann darüber entscheiden, ob Du bestimmte Wertpapiere (besonders Aktien) überhaupt in der von Dir gewünschten Menge kaufen und verkaufen kannst. Besonders Anleger, die gerne Nebenwerte, illiquide Aktien oder ausländische Titel handeln, sollten dieses Entscheidungskriterium berücksichtigen.
Mit 30 nationalen und internationalen Handelsplätzen ist das Angebot bei Smartbroker+ nicht ganz so groß wie bei Captrader, aber für die meisten Anleger vollkommen ausreichend. In Deutschland stehen Dir hier die vier elektronischen Handelsplätze Tradegate, Gettex, L&S Exchange und Baader Trading zur Verfügung. Hinzu kommen Xetra und alle deutschen Regionalbörsen.
International hat Smartbroker+ alle wichtigen Börsen Europas und Nordamerikas im Angebot. Es reicht von Amsterdam und London über Paris und Zürich bis nach New York (NYSE und Nasdaq) und Toronto.
Im Gegensatz zu klassischen Brokern wie CapTrader verfolgt Trade Republic weiterhin ein schlankes und benutzerfreundliches Handelsplatzmodell, hat dieses in den vergangenen Jahren jedoch deutlich erweitert.
Standardmäßig werden Orders automatisch zum Bestpreis ausgeführt. Dabei wählt Trade Republic den aus Sicht des Brokers besten verfügbaren Handelsplatz aus. Für diese automatische Bestpreisausführung fällt lediglich eine Abwicklungskostenpauschale von 1 € je Order an.
Wer selbst entscheiden möchte, an welchem Handelsplatz eine Order ausgeführt wird, kann dies inzwischen ebenfalls tun. Zur Auswahl stehen unter anderem die L&S Exchange, die Frankfurter Wertpapierbörse (Xetra) sowie ausgewählte internationale Börsen (Nasdaq). Für eine manuelle Handelsplatzwahl berechnet Trade Republic eine Abwicklungskostenpauschale von 2 € je Order.
Auch beim Neobroker Scalable Capital ist die Auswahl an Handelsplätzen sehr beschränkt, allerdings nicht so stark wie bei Trade Republic. Hier stehen Dir immerhin drei Börsen zur Abwicklung Deiner Orders zur Auswahl: die elektronischen Plattformen Gettex (Börse München) und European Investors Exchange (Börse Hannover) sowie das Xetra-System der Deutschen Börse in Frankfurt.
Als global agierender Broker bietet dir XTB Zugriff auf 16 der größten internationalen Börsen weltweit. In Deutschland werden Orders über Xetra und den außerbörslichen Direkthandel abgewickelt. Als ursprünglich polnischer Broker bietet Dir XTB eine hervorragende Anbindung an die Warschauer Wertpapierbörse.
In Europa stehen Dir alle Leitbörsen zur Auswahl, von der London Stock Exchange über die Euronext-Börsen in Amsterdam, Brüssel und Paris bis zur Swiss Exchange, der Bolsa de Madrid und der Borsa Italiana. In den USA kannst Du Deine Orders bei XTB über die NYSE und die Nasdaq abwickeln.
Flatex bietet Dir ein ähnlich umfassendes Angebot an Handelsplätzen wie XTB mit dem Unterschied, dass die Auswahl an deutschen Handelsplätzen wesentlich umfangreicher ist. Über den Broker hast Du Zugriff auf die drei elektronischen Handelsplätze Gettex, Quotrix und Tradegate sowie Xetra und alle deutschen Regionalbörsen.
International stehen Dir bei Flatex zwölf Handelsplätze zur Auswahl. Dazu zählen unter anderem die NYSE und die Nasdaq in den USA, die Toronto Stock Exchange, die Euronext Börsen in Amsterdam, Brüssel, Lissabon und Paris sowie die Börsen in Italien, Österreich und der Schweiz.
Comdirect stellt Anlegern eine der umfassendsten Börsenlandschaften im deutschen Broker Vergleich. Anders als bei Neobrokern bist Du hier nicht auf eine oder zwei Partnerbörse(n) beschränkt, sondern hast Zugriff auf elf deutsche Börsenplätze, den hauseigenen Direkthandel sowie internationale Märkte in 14 Ländern.
In Deutschland ist bei Comdirect der Handel über alle fünf elektronischen Handelsplattformen (Xetra, Tradegate, Gette, L&S Exchange und Quotrix) möglich. Zudem kannst Du über den Online-Broker auch auf allen deutschen Regionalbörsen handeln. Hinzu kommt die Möglichkeit, über die Eurex mit Optionen und Futures zu handeln.
International ermöglicht Dir Comdirect den Handel an Auslandsbörsen in 14 Ländern. In Nordamerika sind es die NYSE, Nasdaq, NYSE American sowie die Toronto Stock Exchange. In Europa wird der Handel an der London Stock Exchange, den Euronext-Börsen in Amsterdam, Brüssel, Lissabon und Paris sowie den nationalen Börsen in Dänemark, Finnland, Italien, Norwegen, Österreich, Schweden, der Schweiz und Spanien angeboten. Außerdem hat Comdirect im asiatisch-pazifischen Raum noch die Tokyo Stock Exchange sowie die australische Börse im Angebot.
Eine Besonderheit im Handelsplatzangebot von Comdirect ist das sogenannte „Live Trading“. Darunter wird ein außerbörslicher Direkthandel mit zahlreichen namhaften Emittenten und Market Makern verstanden, darunter die Baader Bank, Lang & Schwarz, Goldman Sachs, die Commerzbank und HSBC. Hier kannst Du unabhängig von den Börsenzeiten auch am Wochenende handeln.
Die Consorsbank zählt wie die Comdirect zu den etablierten deutschen Universal-Brokern, was sich in einem ähnlich großen Angebot an Handelsplätzen widerspiegelt. Hier hast Du die Möglichkeit über alle deutschen Börsenplätze, ein riesiges Netz für den außerbörslichen Direkthandel sowie über 20 internationale Auslandsbörsen zu handeln.
In Deutschland sind mit Xetra, Tradegate, Gettex, L&S Exchange und Quotrix alle fünf elektronischen Handelsplätze im Angebot. Hinzu kommt die Möglichkeit, Orders über alle Regionalbörsen zu platzieren. Der professionelle Terminhandel mit Optionen und Futures ist über die Terminbörse Eurex möglich.
Das Angebot an Auslandsbörsen ist bei der Consorsbank sogar noch etwas umfangreicher als bei Comdirect. In Nordamerika wird der Handel über die NYSE, NASDAQ, NYSE Arca sowie die Toronto Stock Exchange angeboten. In Europa sind Orders über die nationalen Börsen von Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Portugal, der Schweiz, Schweden und Spanien möglich. Und im asiatisch-pazifischen Raum kannst Du bei der Consorsbank in Australien, Hongkong, Japan, Neuseeland und Singapur handeln.
Wie Comdirect bietet Dir auch die Consorsbank einen hauseigenen Direkthandel an, über den Du direkt mit großen Market Makern und Emittenten (wie der Baader Bank, Lang & Schwarz, HSBC, Goldman Sachs oder BNP Paribas) auch zu außerbörslichen Zeiten handeln kannst.
Zwischenfazit Handelsplätze
Der erste Platz in dieser Kategorie geht klar an Captrader. Hier erhältst Du die mit Abstand größte Auswahl an Handelsplätzen. Im Mittelfeld befindet sich Smartbroker+, XTB, Flatex, Comdirect, Trade Republic und Consorsbank. Das Angebot beim Neobroker Scalable Capital ist hingegen extrem beschränkt.
Der Support
Ein guter Kundendienst bei Online-Brokern wird von vielen Anlegern oft unterschätzt – bis zu dem Moment, in dem es um echtes Geld geht oder plötzlich Probleme auftreten. Im Gegensatz zu traditionellen Filialbanken gibt es bei Online- und Neobrokern mit reinen Online-Plattformen keinen Berater am Schalter, zu dem man bei Fragen gehen kann. Der Online-Support ist hier die einzige Lebenslinie zum eigenen Vermögen. Ein schneller, kompetenter und jederzeit erreichbarer Support kann über bares Geld entscheiden und sollte bei einem Broker Vergleich eine zentrale Rolle spielen.
Der Support von Smartbroker+ unterscheidet sich grundlegend von dem zuvor beschriebenen Modell bei Captrader. Während Captrader seinen Kunden einen Allround-Support zu allen Tages- und Nachtzeiten bietet, setzt Smartbroker+ primär auf digitale Selbsthilfe, bietet im Gegensatz zu klassischen Neobrokern aber zumindest einen klassischen Telefon-Support. Die Service-Hotline ist von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr erreichbar.
Zudem kannst Du Kontakt zum Support per E-Mail oder über das Kontaktformular auf der Website aufnehmen. Einen interaktiven Live-Chat mit Kundendienstmitarbeitern oder gar eine Remote-Unterstützung wie bei Captrader sucht man hier allerdings vergeblich.
Bislang verfolgte Trade Republic als Inbegriff eines schlank aufgestellten Neobrokers eine „digital first“-Strategie in Sachen Kundendienst. Kontakt mit dem Support war ausschließlich über einen KI-Chatbot möglich. Erst wenn der Bot mit seinem Latein am Ende war, konnten Kunden ein Support-Ticket per E-Mail eröffnen.
Inzwischen hat Trade Republic jedoch einen Support per Telefon oder Live-Chat aufgebaut, der sogar rund um die Uhr erreichbar ist. Angabegemäß helfen hier menschliche Experten und keine Bots.
Wie für einen Neobroker typisch, ist der Kundensupport bei Scalable Capital stark eingeschränkt. Die einzigen beiden Möglichkeiten, den Support zu erreichen sind per Chat oder per E-Mail. Der Chat steht Kunden von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 18 Uhr zur Verfügung. Eine klassische Telefon-Hotline gibt es bei Scalable Capital nicht.
Da sich das Angebot von XTB seit jeher primär an aktive Trader in den Bereichen CFDs und Forex (Devisen) richtet, bietet der Online-Broker einen sehr professionellen Support mit einem breiten Fundament an Kommunikationskanälen. Der telefonische Support von XTB steht montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr zur Verfügung.
An Handelstagen kannst Du auch rund um die Uhr über den Live-Chat Kontakt zum Kundendienst des Brokers aufnehmen. Bei Anfragen in der Nacht musst Du aber damit rechnen, dass Du es mit einem englischsprachigen Mitarbeiter zu tun hast. Für allgemeine Anfragen steht Dir der Support auch per E-Mail zur Verfügung.
Eine Besonderheit von XTB sind persönliche Ansprechpartner im Support. Anleger, die mit hohen Summen handeln bzw. eine hohe Handelsaktivität an den Tag legen, bekommen vom Broker häufig einen festen Account-Manager an die Seite gestellt.
Als langjährig etablierter Online-Broker punktet Flatex mit einer sehr guten Service-Infrastruktur. Der Telefon-Support besitzt eine sehr gute Erreichbarkeit von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 22 Uhr. Sogar für Interessenten an einer Depoteröffnung bietet Flatex einen eigenen Telefon-Support an. Zudem kannst Du Deine Anfragen per E-Mail an den Broker schicken. Einen Support per Live-Chat bietet Flatex allerdings nicht an.
In Sachen Support kann mit Ausnahme von Captrader und der Consorsbank kein anderer Anbieter aus diesem Broker Vergleich Comdirect das Wasser reichen. Als langjährig etablierter und führender deutscher Online-Broker bietet Comdirct einen vollumfänglichen Kundenservice, der seinesgleichen sucht.
Der Telefon-Support des Brokers ist an 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und an 365 Tagen im Jahr erreichbar. Für spezifische Probleme mit der App oder der Handelsplattform gibt es einen eigenen technischen Support. Neben der Telefon-Hotline bietet Comdirect einen Live-Chat sowie die klassische Kontaktaufnahme per E-Mail an.
Eine Support-Besonderheit des Online-Brokers der Commerzbank ist die Kunden-Community. Comdirect betreibt eines der aktivsten Finanzforen Deutschlands. Bei allgemeinen Fragen helfen sich erfahrene Kunden dort oft in Minutenschnelle gegenseitig, und auch offizielle Moderatoren schalten sich bei Problemen ein.
Gemeinsam mit Comdirect und Captrader bietet Dir die Consorsbank den umfangreichsten Support in diesem Broker Vergleich. Consorsbank-Kunden profitieren von langen Servicezeiten und einer breiten Palette an Kontaktkanälen.
Der Telefon-Support des Online-Brokers ist an Börsentagen von 7:30 bis 22 Uhr erreichbar. Für allgemeine Fragen erreichst Du den Support auch am Samstag und Sonntag zu den genannten Uhrzeiten. Zu den gleichen Zeiten erreichst Du auch den Live-Chat der Consorsbank, über den Du in Echtzeit mit einem Mitarbeiter kommunizieren kannst. Auch eine klassische Kontaktaufnahme per Formular oder E-Mail ist möglich.
Ähnlich wie Comdirect betreibt auch die Consorsbank ein riesiges, aktives Kundenforum, in dem sich Trader austauschen und offizielle Moderatoren der Bank bei Problemen direkt weiterhelfen.
Zwischenfazit Support
Den umfangreichsten Support besitzen Captrader, Comdirect und Consorsbank. Diese drei Broker punkten mit einer Kombination aus ständiger Erreichbarkeit, telefonischen Hotlines und weiteren Kommunikationskanälen. Einen etwas eingeschränkteren Kundendienst gibt es bei Smartbroker+, XTB und Flatex. Stärkere Einschränkungen beim Support musst Du bei den Neobrokern Trade Republic und Scalable Capital in Kauf nehmen.
Die Sicherheit
Viele Anleger vertrauen einem Online-Broker blind ihr Geld an. In Bezug auf das Wertpapierdepot (also alle Aktien, ETFs, Fonds etc.) mag das in Ordnung sein, denn sie stellen schließlich rechtliches Sondervermögen dar. Im Falle der Insolvenz des Brokers gehören alle verwahrten Wertpapier zu 100% Dir. Für das Geld auf dem Verrechnungskonto bei Deinem Broker gilt das allerdings nicht. Es zählt als ganz normale Bankeinlage und wird damit bei einer Pleite Teil der Insolvenzmasse. Dieses Risiko ist bei vielen Anlegern erhöht, da sie — angelockt durch die hohen Zinsen vieler Broker — große Summe auf ihrem Verrechnungskonto parken. Aufgrund dieses Risikos solltest Du unbedingt die Details der Einlagensicherung Deines Brokers kennen.
Bei Smartbroker+ greift für das nicht investierte Bargeld auf Deinem Verrechnungskonto ein vollwertiger und sehr umfangreicher deutscher Schutz. Da die Smartbroker Holding AG ein reiner Vermittler und keine Bank ist, arbeitet das Unternehmen im Hintergrund exklusiv mit der voll lizenzierten und regulierten Baader Bank AG aus Unterschleißheim in Bayern zusammen. Alle Konten und Depots liegen rechtlich dort.
Für Dein Bargeld bei Smartbroker+ gilt daher das zweistufige deutsche Sicherungssystem. Kontoeinlagen bis zu 100.000 € pro Kunden sind über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken abgesichert. Sollte die Baader Bank zahlungsunfähig werden, wird Dir das Geld innerhalb von sieben Arbeitstagen erstattet.
Da die Baader Bank Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken ist, ist Dein Barguthaben weit über die gesetzliche Mindestgrenze hinaus geschützt. Da die Grenze für diesen freiwilligen Fonds dynamisch berechnet wird (sie liegt bei 15% des haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank), beträgt das Schutzlimit bei der Baader Bank faktisch mindestens 3 Millionen € pro Privatkunde.
Da Trade Republic mittlerweile zwar eine deutsche Vollbanklizenz besitzt, den Großteil der Kundengelder aber immer noch über ein großes Netz an Partnerbanken verwaltet, greift hier ein hybrides System. Für Dein uninvestiertes Bargeld auf dem Verrechnungs- oder Girokonto gilt je nach Höhe des Guthabens eine andere Sicherheitsstruktur.
Trade Republic hält Dein Geld nicht komplett selbst, sondern verteilt und verwahrt es treuhänderisch auf Sammelkonten bei großen Partnerbanken. Zu diesen Partnern gehören unter anderem die Deutsche Bank, JPMorgan, die SEB, HSBC Continental Europe und die Citibank Europe. Für das Guthaben, das bei diesen Partnerbanken liegt, greift die gesetzliche Einlagensicherung des jeweiligen Landes der Bank bis 100.000 € pro Kunde. Da Trade Republic Neueinzahlungen im Regelfall automatisch und gleichmäßig auf zwei verschiedene Partnerbanken aufteilt, verdoppelt sich das gesetzliche Sicherheitsnetz für Dich effektiv auf bis zu 200.000 €.
Ähnlich wie Scalable Capital schichtet auch Trade Republic aus Kostengründen höhere Cash-Bestände auf Konten, die über einen Richtwert hinausgehen, automatisch in hochliquide, besicherte Geldmarktfonds (primär von BlackRock) um. Für den Teil des Geldes, der in diese Fonds fließt, gilt keine gesetzliche Einlagensicherung. Es handelt sich hierbei aber um rechtliches Sondervermögen, das zu 100% in Deinem Besitz bleibt.
Bei Scalable Capital hat sich das Thema Einlagensicherung durch eine fundamentale Produktumstellung im Frühjahr 2026 deutlich verändert. Da der Broker mittlerweile über eine eigene Banklizenz verfügt und ein neues, separates Tagesgeldkonto eingeführt hat, kommt es bei der Absicherung Deines Bargelds nun ganz auf das von dir gewählte Kontomodell an.
Wenn Du das kostenpflichtige PRIME+ Modell nutzt, wird Dein Guthaben auf dem Konto vollautomatisch auf die Scalable Capital Bank sowie bis zu vier weitere deutsche Partnerbanken (darunter die Deutsche Bank, HSBC Continental Europe oder die NordLB) gestreut. Da bei jeder dieser Banken der gesetzliche Schutz von 100.000 € greift, summiert sich Deine gesetzliche Einlagensicherung im PRIME+ Modell auf bis zu 500.000 €. Beträge, die darüber hinausgehen, sind zusätzlich über den freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken geschützt, da die beteiligten Partnerbanken dort Mitglied sind.
Wenn Du hingegen die kostenlose FREE-Variante des Brokers nutzt, funktioniert die Absicherung Deines Bargelds auf dem Konto völlig anders. Der erste Teil Deines Guthabens liegt ganz klassisch geschützt bei der Scalable Capital Bank oder einer Partnerbank und fällt unter die gesetzliche deutsche Einlagensicherung von bis zu 100.000 €.
Da das Halten von riesigen Cashbeständen für den kostenlosen Tarif finanztechnisch zu teuer ist, schichtet Scalable Capital Beträge, die den Basis-Bankenschutz überschreiten, automatisch in qualifizierte, hochliquide Geldmarktfonds um (z. B. von DWS, BlackRock oder JPMorgan). Für diesen Teil des Geldes greift keine gesetzliche Einlagensicherung. Das ist aber kein Nachteil: Die Geldmarktfonds gelten rechtlich als Sondervermögen und gehören im Insolvenzfall zu 100% Dir.
Bei XTB ist das Thema Einlagensicherung besonders interessant, da es sich um einen Broker mit polnischer Muttergesellschaft (XTB S.A.) handelt, der jedoch eine voll regulierte deutsche Zweigniederlassung in Frankfurt am Main betreibt. Für Dich als Anleger bedeutet das eine Zweiteilung der Absicherung, je nachdem, ob Dein Geld als reines Bargeld (Verrechnungskonto) oder als Sicherheitsleistung (Margin) im Derivatehandel liegt.
Das Geld auf dem Verrechnungskonto hält XTB nicht selbst, sondern verwahrt es treuhänderisch auf segregierten (vom Firmenvermögen getrennten) Kundenkonten bei der JPMorgan SE in Frankfurt am Main. Weil das Geld bei einer Bank mit deutscher Lizenz liegt, greift hier das reguläre deutsche Einlagensicherungssystem über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken. Dein uninvestiertes Bargeld auf dem Verrechnungskonto ist somit im Falle einer Bankinsolvenz bis zu 100.000 € zu 100% gesetzlich geschützt.
Sobald Du jedoch im CFD-Bereich handelst und Geld als Sicherheitsleistung (Margin) hinterlegt ist, greift das polnische Anlegerentschädigungssystem des staatlichen Wertpapierdepots KDPW. Guthaben, die als Margin hinterlegt sind, sind hier bis zu einem Gegenwert von 3.000 € zu 100% abgesichert. Beträge, die darüber hinausgehen, sind zu 90% geschützt. Die absolute Obergrenze des polnischen KDPW-Schutzes liegt bei einem Gegenwert von 22.000 € (was einer maximalen Entschädigung von effektiv 19.800 € entspricht).
Flatex ist eine Marke der FlatexDEGIRO Bank AG und wickelt alle Geschäfte über die eigene deutsche Vollbanklizenz ab. Damit ist Flatex Mitglied in der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken und im Falle einer Insolvenz ist Dein Bargeld bis zum gesetzlichen Limit von 100.000 € zu 100% geschützt.
Im Gegensatz zu vielen der in diesem Broker Vergleich genannten Wettbewerber bietet Flatex allerdings keinen erweiterten Schutz für Bargeld über 100.000 € hinaus. Flatex ist bereits vor Jahren freiwillig aus dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken ausgetreten, um Mitgliedsbeiträge in Millionenhöhe zu sparen.
Das bedeutet für Dich: Liegt Dein Bargeldbestand auf dem Verrechnungskonto über der Marke von 100.000 €, ist der darüber hinausgehende Betrag bei einer Pleite der Bank im Ernstfall nicht geschützt und würde in die Insolvenzmasse fließen.
Als Direktbank-Marke der Commerzbank genießt die Comdirect einen der umfassendsten Schutzmechanismen auf dem deutschen Broker-Markt. Für Dein uninvestiertes Bargeld (Girokonto, Tagesgeld, Verrechnungskonto oder Festgeld) greift das bewährte, zweistufige deutsche Sicherungssystem.
Über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken sind bis zu 100.000 € pro Kunde gesetzlich abgesichert. Folgende Besonderheit solltest Du allerdings kennen: Da sich die Comdirect die Banklizenz mit der Commerzbank (und der Onvista Bank) teilt, gilt die 100.000 €-Grenze für alle Konten bei diesen Marken zusammen.
Über die gesetzlichen Vorgaben hinaus ist die Commerzbank Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Dieser Fonds deckt gigantische Summen ab (die genaue Grenze bemisst sich am Eigenkapital der Bank, beträgt aber für Privatkunden standardmäßig mindestens 3 Millionen €). Du kannst bei der Comdirect also auch problemlos Beträge oberhalb der 100.000 € parken, da der freiwillige BdB-Fonds den Rest lückenlos absichert.
Bei der Consorsbank profitierst Du für Dein uninvestiertes Bargeld (Tagesgeld, Verrechnungskonto, Girokonto oder Festgeld) wie bei Comdirect von einem erstklassigen, zweistufigen Sicherungssystem. Da die Consorsbank keine rechtlich eigenständige deutsche Bank ist, sondern eine Direktbankmarke der französischen Großbank BNP Paribas S.A. mit Sitz in Paris, greift hier im Ernstfall der französische gesetzliche Einlagensicherungsfonds Fonds de Garantie des Dépôts et de Résolution (FGDR).
Auch im französischen FGDR liegt die gesetzliche Einlagensicherung wie in Deutschland bei 100.000 € pro Kunde. Sollte die BNP Paribas zahlungsunfähig werden, läuft die Abwicklung für Dich reibungslos über die europäischen Mechanismen, und Dein Geld wird innerhalb von sieben Werktagen ausgezahlt.
Über den gesetzlichen Mindestschutz hinaus ist die deutsche Niederlassung der BNP Paribas freiwilliges Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Darüber sind de facto auch Beträge von 3 Millionen € (und darüber hinaus) abgesichert.
Zwischenfazit Sicherheit
Eine extrem gute Absicherung Deiner Gelder durch das zweistufige deutsche Einlagensicherungssystem bekommst Du bei Smartbroker+, Comdirect und Consorsbank. Auch Trade Republic, Scalable Capital und Flatex bieten Dir ein sehr hohes Sicherheitsniveau. Bei Captrader und XTB ist die Sicherheit Deiner Einlagen etwas eingeschränkter.
Die Nebenentscheidungskriterien
Neben den fünf im Detail behandelten Hauptentscheidungskriterien gibt es eine ganze Reihe weiterer Kriterien, die Kunden bei einem Broker Vergleich hinzuziehen. Alle möglichen Kriterien zu nennen, würde den Rahmen dieses Broker Vergleichs sprengen, weshalb Du an dieser Stelle eine kurze Übersicht von fünf weiteren Nebenentschscheidungskriterien findest, die für die meisten Privatanleger zusätzlich eine Rolle spielen.
Die Trading-Software
Während der Handelsplatz den rechtlichen und physischen Ort bestimmt, an dem Deine Order ausgeführt wird, ist die Trading-Software das Werkzeug, mit dem Du diesen Marktplatz ansteuerst. Die Trading-Software Deines Online-Brokers bestimmt dabei maßgeblich, wie schnell eine Order ausgeführt wird, auf welche Echtzeit-Daten Du Zugriff hast, ob Du das Orderbuch einsehen kannst, welcher Ordertypen zur Auswahl stehen und weitere handelstechnische Details. Zudem unterscheidet sich der Umfang der Analysewerkzeuge für Wertpapiere grundlegend von Software zu Software. Während die Trading-Software mancher Broker nur rudimentäre Funktionen bietet, erhältst Du bei anderen Anbietern professionelle Tools, die mit den Analysewerkzeugen institutioneller Investoren locker mithalten können.
Die Auswahl der Trading-Software spielt vor allem für professionellere Anleger eine wichtige Rolle. Wenn Du sehr tiefgehende Analysen und häufiger komplexe Transaktionen durchführst, solltest Du Dich unbedingt für einen Broker mit einer professionellen Trading-Software entscheiden. Diese findest Du eher bei klassischen Universal-Brokern wie Captrader, Comdirect, XTB und Consorsbank als bei Neobrokern wie Scalable Capital und Trade Republic.
Der Lombardkredit
Ein Lombardkredit (oft auch als Wertpapierkredit bezeichnet) ist ein Kredit, bei dem Du Dir Geld von Deinem Broker leihst und dafür die Vermögenswerte in Deinem Wertpapierdepot als Sicherheit hinterlegst. Diesen Kredit kannst Du für den Kauf weiterer Wertpapiere nutzen. Ein Lombardkredit ist demnach eine Art des gehebelten Wertpapierhandels. Je nach Qualität der Wertpapiere werden diese unterschiedlich beliehen. ETFs und liquide Aktien werden von Brokern häufig mit bis zu 70% ihres Wertes beliehen. Bei einem Depotwert von 10.000 € kannst Du Dir also weitere 7.000 € von Deinem Broker für Investments leihen.
Heutzutage bieten die meisten Broker einen Wertpapierkredit an. Unter den in diesem Broker Vergleich vorgestellten Anbietern gibt es ihn lediglich bei Trade Republic und bei XTB nicht. Die zwei wesentlichen Unterscheidungsmerkmale bei einem Lombardkredit sind die Kredithöhe und die Zinsen. Während bei manchen Brokern die Kreditsumme auf 100.000 € begrenzt ist, erhältst Du bei anderen (wie z. B. Comdirekt und Consorsbank) auch Beträge von über 250.000 €. Die Unterschiede zwischen den verlangten Zinsen können ebenfalls signifikant sein und mehrere Prozentpunkte betragen.
Das Kinderdepot
Ein Kinderdepot (auch Juniordepot genannt) ist ein normales Wertpapierdepot, das jedoch speziell für Minderjährige eingerichtet wird. Es dient dazu, langfristig Vermögen für ein Kind anzusparen. Bei einem echten Kinderdepot ist das Kind rechtlicher Eigentümer aller eingezahlten Gelder und Aktien von Tag 1 an. Die Eltern (oder Erziehungsberechtigten) verwalten das Depot bis zum 18. Geburtstag lediglich als gesetzliche Vertreter. Der Vorteil dabei ist, dass Kinder als eigene Rechtspersonen denselben Steuerfreibetrag wie Erwachsene genießen. Das Kind kann demnach pro Jahr 1.000 € an Kapitalerträgen komplett steuerfrei einnehmen. Echte Kinderdepots werden von Comdirect, der Consorsbank und Flatex angeboten.
Die Sparpläne
Sparpläne – vor allem auf ETFs oder Aktien – sind für viele Privatanleger der Grundpfeiler ihres Vermögensaufbaus. Das regelmäßige Investieren eines konstanten Geldbetrages in Wertpapiere führt bekanntermaßen aufgrund des Zinseszinseffekts über einen längeren Zeitraum zum Aufbau eines größeren Vermögens. Für Online-Broker sind Sparpläne deshalb ein sehr wichtiges Werkzeug, um Kunden langfristig an sich zu binden.
Von den in diesem Broker Vergleich genannten Anbietern ist Smartbroker+ mit rund 11.000 angebotenen Sparplänen der klare Spitzenreiter bei diesem Kriterium, gefolgt von Scalable Capital und Trade Republic mit ca. 3.000 ETF- und Tausenden Aktien-Sparplänen. Ein etwas geringeres, aber immer noch umfangreiches Sparplanangebot bekommst Du bei Comdirect, der Consorsbank, Flatex und XTB. Captrader bietet Dir als Spezialbroker keine Sparpläne an.
Die App
Eine moderne und intuitive Smartphone-App ist im modernen Online-Brokerage für viele Anleger zu einem wesentlichen Entscheidungskriterium geworden. Vor allem für Menschen, die häufig unterwegs sind, ist die App weit mehr als nur ein "mobiler Bildschirm“. Sie beeinflusst, wie schnell und einfach Du auf Neuigkeiten aus Wirtschaft und Politik mit Handelsentscheidungen reagieren kannst.
Die Beurteilung einer App ist abseits des Funktionsumfangs im Wesentlichen eine Geschmacksfrage. Ein Großteil des Erfolges von Neobrokern wie Trade Republic und Scalable Capital ist auf ihre schlanken, einfach navigierbaren Apps im Top-Design zurückzuführen. Sie machen es auch Börsenneulingen kinderleicht, in die Welt des Wertpapierhandels und der Geldanlage einzusteigen. Aber auch langjährig etablierte Broker wie Flatex, Comdirect und Consorsbank haben in den letzten Jahr viel in die Erneuerung ihrer Apps investiert.
Gibt es einen besten Broker?
Wie Du bestimmt schon aus den Zwischenfazits zu den zehn in diesem Broker Vergleich vorgestellten Entscheidungskriterien herausgelesen hast, gibt es den einen, absolut besten Online-Broker schlichtweg nicht. Viel zu unterschiedlich ist das Angebot der einzelnen Broker in den verschiedenen Kategorien und viel zu divers sind auch die Präferenzen der Kunden. Eine eierlegende Wollmilchsau suchst Du auf dem Brokerage-Markt vergeblich.
Welcher Broker unter dem Strich für Dich der beste ist, hängt von Deiner persönlichen Anlagestrategie und Deinen individuellen Wünschen ab. Zusammenfassend lassen sich die acht in diesem Broker Vergleich vorgestellten Anbieter in vier Gruppen einteilen, die sich am besten für jeweils eine Kundengruppe eignen.
1. Die Neobroker
Die Neobroker Scalable Capital und Trade Republic verzichten auf Schnickschnack, werden primär über Apps genutzt und bieten extrem günstige Konditionen. Sie fokussieren sich auf diejenigen Produkte (Aktien und ETFs), die vom Gros der Privatanleger nachgefragt werden.
Ein Neobroker ist deshalb der perfekte Anbieter für Dich, wenn Du einfach, schnell, kostengünstig und ohne irgendwelche Extrawürste an der Börse handeln willst. Ihr Angebot eignet sich hervorragend für Börsenneulinge, ETF-Sparer und alle Anleger, die unkompliziert die liquidesten Wertpapiere handeln wollen.
2. Die Hybridbroker
Hybridbroker wie Smartbroker+ und Flatex sind zwischen Neobrokern und klassischen Direktbanken angesiedelt. Sie versuchen, das beste aus diesen beiden Broker-Welten zu verschmelzen. Das Angebot an handelbaren Produkten und Handelsplätzen ist größer als bei Neobrokern. Gleichzeitig sind die Preise deutlich niedriger als bei Direktbanken.
Ein Hybridbroker ist somit der passende Anbieter für Dich, wenn Du die günstigen Handelskonditionen eines Neobrokers suchst, aber zugleich von einem größeren Handelsangebot und einem besseren Support profitieren willst.
3. Die Direktbanken
Die klassischen Direktbanken Comdirect und Consorsbank sind die Allrounder unter den Brokern. Sie bieten Dir ein riesengroßes Produktsortiment, das von Wertpapieren über Konten und Festgeldanlagen bis zu Krediten reicht.
Eine Direktbank ist demnach der ideale Online-Broker für Dich, wenn Du nicht nur in sehr viele Wertpapiere aus unterschiedlichen Anlageklassen investieren willst, sondern auch noch Deine restlichen Bankgeschäfte über den Anbieter abwickeln willst. Zudem bieten die Direktbanken den besten Support von allen Brokern in diesem Vergleich.
4. Die Profi-Broker
Die Profi-Broker Captrader und XTB sind die Spezialisten in diesem Broker Vergleich. Sie bieten ihren Kunden Zugang zu Finanzprodukten (wie CFDs, Forex und echten Optionen), die Du bei Neobrokern gar nicht und bei Direktbanken nur in geringem Umfang findest. Zudem ermöglichen Sie über Profi-Software den Zugang zu allen relevanten Börsen weltweit.
Ein Profi-Broker ist somit die richtige Wahl für Dich, wenn Du den Wertpapierhandel mehr oder weniger professionell betreibst. Die Werkzeuge und Produkte dieser Broker sind für viele Anleger eine zu große Herausforderung. Professionellen Tradern bringen sie aber einen erheblichen Mehrwert.